Fotografieren von Schmuck

7. August 2009

Ring mit Diamanten

Ring mit Diamanten

Die Schmuckfotografie stellt den Fotografen vor eine ganz besondere Herausforderung. Der Sinn für Ästhetik und Erfahrung ist hier von Vorteil. Die besonderen Schwierigkeiten ergeben sich aus dem Umstand, dass die meisten Schmuckstücke wie Spiegel reflektieren und was zunächst einmal nicht auffällt, wird nach der Entwicklung erst deutlich. Nichts ist unschöner, als wenn sich in einem Hochglanzring die Zimmerdecke oder der eigene Pullover spiegelt. Die Kunst besteht darin, das Funkeln und die richtigen Lichtreflexe einzufangen, ohne dabei das gesamte Bild bei einer geringen Belichtung zu dunkel werden zu lassen, denn diese Reflexe sind oftmals heller als weiß und lassen sich auf Papier, Film oder aber auf dem Monitor nicht darstellen.

Die Kamera spielt hier eine Bedeutende Rolle, da ausschließlich im Makro-Bereich gearbeitet wird. Dazu muss der Blitz abschaltbar sein, daher eignen sich vollautomatische Kameras für ein gutes Schmuckfoto nicht. Leider ist das Problem der Makrofotografie die Tiefenschärfe. Um dem entgegen zu wirken, muss man die Blendenöffnung sehr gering halten.  Bei ausreichendem Licht ist eine Belichtungszeit von 1/100 Sekunde und einer Blende von 16 optimal. Um mehr Schärfe zu bekommen, kann man auch bis 25 abblenden, sofern man auch das geeignete Makro- Objektiv dafür hat. Bei vollautomatischen Kameras kommt das Problem hinzu, dass der Autofokus unzureichend ist. Die Schärfe muss per Hand einstellbar sein. Das Arbeiten im RAW- Modus hat den Vorteil, dass man noch Bildkorrekturen vornehmen kann, ohne mit einem Qualitätsverlust rechnen zu müssen. Die Kamera wird sich allerdings fast immer in dem Objekt spiegeln und das kann man dann später mit einem Retusche- Verfahren erfolgreich beseitigen.