Adapterringe für DSLR

29. September 2009

Vermutlich geht es anderen auch so. Die Anschaffung einer digitalen SLR ist nicht einmal mehr so kostspielig wie vor Jahren, aber will man sein Equipment erweitern, geht es mächtig ins Geld. Wenn man sich anschaut, was Objektive kosten, dann kann das vom Kauf ganz schön abschrecken. Nun gibt es Objektive vom Kamerahersteller, wie Nikon oder Canon, aber auch von Herstellern wie Tamron oder M42 Objektive. Letztere sind recht günstig, meist nicht so qualitativ hochwertig, aber für Hobbyfotografen durchaus geeignet.

Solche Objektive besitzen einen sogenannten M42 Anschluss. Hierfür gibt es wiederum Adapterringe mit denen man diese Objektive verwenden kann. Vielleicht hat der eine oder andere noch von seiner analogen SLR solche Objektive übrig und kann sie somit wieder nutzen. Mit entsprechenden Adapterringen können aber auch Objektive anderer Hersteller auf beliebige Kameratypen verwendet werden. Bevor man also neue Objektive kauft, könnte man zunächst schauen, ob man vorhandene oder günstige M42 Objektive mit einem Adapter einsetzen kann. Jedoch gibt es auch einen Nachteil, denn mit einem Adapter verlieren die Objektive ihren Autofokus, heißt, man muss sie per Hand einstellen.

Vogelfotografie

4. September 2009

Das Besondere an einer Vogelfotografie ist der Umstand, dass sich  lebende Objekte halt nicht immer gerade dort aufhalten, wo man sie bequemer Weise gerne hätte, sie oftmals sehr klein sind und auch selten still halten. Es ist sehr schwer mit einer Amateurausstattung wirklich schöne Vogelbilder zu bekommen, aber es gibt ja ein paar kleine Tricks. Zum einen bietet es sich an, sein „Motiv” erst einmal zu studieren. Wo hält es sich bevorzugt auf und welche Gewohnheiten hat das Tier? Ein Tarnnetz kann dabei auch sehr hilfreich sein. Um nicht ständig vor dem Problem zu stehen, dass ein anderes Objekt den Vogel verdeckt, sollte man sehr dicht herankommen und dazu eignen sich ganz besonders Futter- oder Wasserstellen.

KolibriAuch Kameras mit langen Teleobjektiven eignen sich sehr gut. Bei Makroaufnahmen sind Geduld und eine gute Beleuchtung von größter Wichtigkeit. Brennweiten von 300 mm stellen das Minimum dar, sofern der Abstand zum Objekt nicht mehr ist als 3 Meter beträgt. Bei der digitalen Aufnahmetechnik reichen in der Regel sechs bis zehn Megapixel. Mit einer Brennweite von mehr als 1000 mm kann man auch noch den Vogel aus mehreren Metern Entfernung hervorragend fotografieren, jedoch wird dann jeder kleine Windhauch zum echten Problem. Nicht nur das Bild wird extrem vergrößert, sondern auch jede Bewegung wird auf dem Foto sichtbar. Ein Bild mit einem 300 mm Objektiv aus drei Metern Entfernung wird besser sein, als ein Bild aus acht Metern Entfernung mit einem 600 mm Objektiv. Nichts ist besser als die Nähe, die Zeichnungen und die Tiefenschärfe sind sehr viel besser, dass Bild wird eindrucksvoller und brillanter.

Fotografieren von Schmuck

7. August 2009

Ring mit Diamanten

Ring mit Diamanten

Die Schmuckfotografie stellt den Fotografen vor eine ganz besondere Herausforderung. Der Sinn für Ästhetik und Erfahrung ist hier von Vorteil. Die besonderen Schwierigkeiten ergeben sich aus dem Umstand, dass die meisten Schmuckstücke wie Spiegel reflektieren und was zunächst einmal nicht auffällt, wird nach der Entwicklung erst deutlich. Nichts ist unschöner, als wenn sich in einem Hochglanzring die Zimmerdecke oder der eigene Pullover spiegelt. Die Kunst besteht darin, das Funkeln und die richtigen Lichtreflexe einzufangen, ohne dabei das gesamte Bild bei einer geringen Belichtung zu dunkel werden zu lassen, denn diese Reflexe sind oftmals heller als weiß und lassen sich auf Papier, Film oder aber auf dem Monitor nicht darstellen.

Die Kamera spielt hier eine Bedeutende Rolle, da ausschließlich im Makro-Bereich gearbeitet wird. Dazu muss der Blitz abschaltbar sein, daher eignen sich vollautomatische Kameras für ein gutes Schmuckfoto nicht. Leider ist das Problem der Makrofotografie die Tiefenschärfe. Um dem entgegen zu wirken, muss man die Blendenöffnung sehr gering halten.  Bei ausreichendem Licht ist eine Belichtungszeit von 1/100 Sekunde und einer Blende von 16 optimal. Um mehr Schärfe zu bekommen, kann man auch bis 25 abblenden, sofern man auch das geeignete Makro- Objektiv dafür hat. Bei vollautomatischen Kameras kommt das Problem hinzu, dass der Autofokus unzureichend ist. Die Schärfe muss per Hand einstellbar sein. Das Arbeiten im RAW- Modus hat den Vorteil, dass man noch Bildkorrekturen vornehmen kann, ohne mit einem Qualitätsverlust rechnen zu müssen. Die Kamera wird sich allerdings fast immer in dem Objekt spiegeln und das kann man dann später mit einem Retusche- Verfahren erfolgreich beseitigen.

Strahlend blauer Himmel erscheint auf dem Foto grau

23. März 2009

So manches Urlaubsfoto ist später ein trauriger Anblick, wenn es die eigentliche Sommerstimmung gar nicht wieder gibt, sondern einen verwaschenen grauen Himmel zeigt. Dabei war die Ausgangssituation scheinbar perfekt. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel - einfach ein toller Sommertag.

Um dies zu vermeiden, sollte man folgendes beachten:

  • Nicht um die Mittagszeit fotografieren, denn dann ist das Licht am härtesten. Besser das Fotografieren in die Morgen- oder Nachmittagstunden verlegen.
  • Die Lichtmessung nicht in schattigen Bereichen ausführen, dass führt zur Überbelichtung der helleren Bereiche, besonders des Himmels. Stattdessen die Kamera in einem Mittelwert einmessen lassen.
  • Die Verwendung eines Polfilters lässt die Farben kräftiger erscheinen. Ein blauer Himmel bleibt blau und das Grün der Pflanzen erhält ein frisches sattes Grün, statt eine graugrüne Färbung, wie es oft beim Fotografieren an hellen Tagen vorkommen kann.
  • Statt eines Polfilters kann auch ein blauer Farbverlaufsfilter zum Einsatz kommen. Ein Farbverlaufsfilter ist nicht komplett farbig eingefärbt, sondern wird von oben nach unten hin heller, so dass nur der obere Motivausschnitt, also der Himmel, blau eingefärbt wird.
  • Das was mit dem Farbverlaufsfilter möglich ist, kann auch nachträglich mit einem Bildbearbeitungsprogramm durchgeführt werden. Viele Bildbearbeitungsprogramme haben den Farbverlaufsfilter als Effekt-Tool.

Blätter

Porträtaufnahmen im Freien: Über- oder Unterbelichtung vermeiden

5. März 2009

Bei digitalen Kompaktkameras mit Vollautomatik kennt man das Problem mit der Belichtung. Was kann man dagegen tun, um eine Über- oder Unterbelichtung zu vermeiden?

Die Ausgangssituation:

  • Sommer
  • Sehr heller Tag
  • Blauer Himmel
  • Mittagszeit

Diese Ausgangssituation ist nicht die optimalste, um im Freien Porträtaufnahmen zu machen. Die Mittagszeit mit ihrem sehr hellen Licht, führt fast immer zu Problemen mit der Belichtung, zudem erhält man keine schönen warmen Farbtöne. Deswegen sollte man solche Aufnahmen in die Morgen- oder Nachmittagsstunden verlegen.

Genauso ist davon abzuraten, Porträtaufnahmen im Gegenlicht zu machen oder die Person in die Lichtrichtung zu stellen. Letzteres führt dazu, dass die Person die Augen zusammenkneift und der Gesichtsausdruck ziemlich unentspannt wirkt.

Sind auf dem Foto überbelichtete Stellen zu sehen, wurde die Belichtung in einem schattigen Bereich gemessen. Sind Stellen auf dem Foto unterbelichtet, wurde in helleren Bereichen eingemessen.

Profis würden in solchen Fällen Belichtungsmessungen und die Einstellung der Belichtungszeit manuell vornehmen. Man kann sich aber auch anders behelfen, indem man sich im Motiv einen Gegenstand sucht, der einen mittleren Tonwert hat. Also weder  ganz helle, noch dunklen Bereiche sind geeignet, um eine Messung vorzunehmen. Diesen Gegenstand visiert man an und lässt die Kamera die Belichtungsmessung vornehmen. Dann schwenkt man mit weiterhin gedrückten Auslöser zurück zum gewünschten Motiv und macht das Foto.

Rauschen im Bild verhindern

8. Februar 2009

Bei der digitalen Fotografie bezeichnet man mit dem Bildrauschen Störsignale, die sich über den Bildinhalt legen. Dieses unerwünschte Rauschen kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. So rauscht ein kleiner Sensor mehr als ein großer. Auch die Pixeldichte kann bei kleinen Sensoren Probleme bereiten, wenn die Pixel nur einen geringen Abstand zueinander haben. Ebenso haben die Signalverarbeitung und Belichtungsdauer Einfluss auf das Bildrauschen.

Hier werden nun 6 Tipps gegeben, wie man das Bildrauschen vermeiden kann.

  1. Schon beim Kauf einer Digitalkamera sollte man sich überlegen, eventuell eine Digitale Spiegelreflexkamera anzuschaffen. Im Gegensatz zu Kompaktkameras haben sie einen wesentlich größeren Sensor und somit auch größere Pixel. Diese beiden Eigenschaften verringern das Bildrauschen schon im Vorfeld.
  2. Tipp 2 bezieht sich auf das Senken der ISO-Werte. Bei Freihand-Aufnahmen ist man zwar mit höheren ISO-Werten und kurzen Belichtungszeit auf der sicheren Seite. Aber wenn ISO 800 für eine Aufnahme ausreicht, benötigt man beispielsweise kein ISO 1.600. Je höher der ISO-Wert, um so stärker ist das Bildrauschen. ISO-Werte über 400 sollte man wenn möglich vermeiden.
  3. Das Motiv hell belichten ist ein nächster Tipp, um das Rauschen zu vermeiden. Das Histogramm kann dabei eine wertvolle Hilfe sein. Auf diesem sollte ein deutliches Übergewicht auf der rechten Seite vorhanden sein. Man mag denken, dass man ein zu dunkles Foto auch nachträglich am PC bearbeiten kann, doch beim Aufhellen zieht man unweigerlich auch den Rauschpegel mit nach oben. Anders als beim nachträglichen Abdunkeln mit einem Bildprogramm. Hierbei lässt sich sogar der Rauschpegel senken.
  4. Besonders im Sommer sollte man darauf achten, dass die Kamera nicht unnötig der direkten Sonne ausgesetzt ist. Innere Bauteile könnten sich dabei stark aufheizen und beim Fotografieren Bildrauschen verursachen. Im Auto ist Übrigens der kühlste Platz im Handschuhfach.
  5. Spezialsoftware kann ein Foto mit Rauschen noch nachträglich verbessern. Solche Software analysiert das Bildrauschen und sorgt mit Algorithmen dafür, dass das Rauschen nach einer Bearbeitung drastisch reduziert wird. Diese sollte man jedoch nur im „Notfall” anwenden, da durch diese Behandlung Details verloren gehen.

Was hier noch nicht erwähnt wurde ist, dass das eigentlich unerwünschte Bildrauschen auch kreativ eingesetzt werden kann. Besonders in der Schwarzweiß-Fotografie ist es hin und wieder ein willkommenes Gestaltungsmittel, um Fotos einen dramatischen Touch zu verleihen.

Rauschen ist sehr gut in dunklen Bereichen zu erkennen (Aufnahme mit ISO 1600):

Spielzeugauto

Bildrauschen

Einsatz von Filtern in der Fotografie

7. Februar 2009

Früher waren Filter wichtiger Bestandteil jeder Fotoausrüstung. Wie ist es heute? Vieles was früher mit Filtern gemacht wurde, kann man heutzutage am heimischen PC nachträglich machen.

Sicherlich sind durch Fotosoftware einige Filter so gut wie überflüssig, so z.B. farbige Filter. Auf andere Filter kann man aber trotzdem nicht verzichten, wie z.B. auf den Pol-Filter.

Der Pol-Filter hat die Aufgabe, Spiegelungen an nichtmetallischen Oberflächen, z.B. an Glasscheiben oder auf Wasser zu reduzieren.  Dieser wird besonders bei der Landschaftsfotografie, aber auch in der Produktfotografie benötigt. Der Preis für einen Pol-Filter liegt bei 40-70 Euro und diese Investition lohn sich allemal - auch für den Anfänger. Bei Landschaftsaufnahmen am Wasser, reduziert der Pol-Filter nicht nur Spiegelungen, sondern intensiviert auch gleichzeitig die Farben. Jeder kennt die Art von Fotos, bei denen der Himmel ausgeblichen ist und das Grün der Pflanzen blass und gräulich erscheint. Mit einem Pol-Filter sind Aufnahmen wie Postkartenmotive möglich und das ohne nachträgliche Bearbeitung durch Software.

Der Graufilter ist ebenfalls ein Filter, der bei schwierigen Lichtverhältnissen für bessere Fotos sorgt. So z.B. bei sehr hellen Lichtverhältnissen. Er verringert die Lichtmenge und verlängert somit die Belichtungszeit. Besonders bei der Wasser- und Naturfotografie ist sein Einsatz unentbehrlich. Er verringert die Kontrastunterschiede zwischen Himmel und dunklen Vordergründen. Daneben bildet er z.B. das Fließen eines Baches auch bei großer Helligkeit deutlicher ab.

Farb- und Farbverlaufsfilter zählen zu den Effektfiltern. Ob man diese unbedingt benötigt, kann man nach eigenem Ermessen entscheiden. Solche Effekte lassen sich tatsächlich auch nachträglich mit einem Bildprogramm erzielen. Wer aber auf den Einsatz von Software verzichten möchte, kann mit diesen Filtern besondere Effekte erzielen. So können damit z.B. Sonnenuntergänge nachgeahmt  oder Motiven einen künstlichen Farbton verliehen werden.